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Freie Presse / erschienen am 30.11.2018

von Franziska Pester

Fast ein Fünftel aller Wohnungen, die die Wohnungsgesellschaft Muldental in Rochlitz, Penig und Wechselburg vermietet, ist unbewohnt. Den Großvermieter stellt das vor Herausforderungen.

Rochlitz/Penig.Umzug ins Pflegeheim, Tod oder Wegzug in eine andere Stadt oder ins Eigenheim – der Wohnungsgesellschaft Muldental (WGM) macht eine zunehmende Anzahl leer stehender Wohnungen zu schaffen. 932 Wohnungen vermietet die Gesellschaft, Großvermieter in der Region, in Rochlitz, Penig und Wechselburg. Laut Geschäftsführer Lutz Ruhnow liegt die Leerstandsquote derzeit bei 17,4 Prozent und damit noch höher als Ende 2017, als bei der WGM 16,1 Prozent aller Wohnungen frei waren.

“Der demografische Wandel und das damit einhergehende hohe Durchschnittsalter unserer Mieter stellt uns vor Herausforderungen”, sagte Ruhnow vor den Rochlitzer Stadträten, als er die Entwicklung der Gesellschaft in diesem Jahr zusammenfasste. Der Bestand an Wohnungen, die der WGM gehören, sei 2018 um drei Wohnungen gesunken. Grund dafür ist laut dem Geschäftsführer der Verkauf des Hauses mit der Nummer 13 an der Bahnhofstraße in Rochlitz gewesen. Darin befinden sich sechs Wohnungen. Durch die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses an der Burgstraße sind nur drei Wohnungen neu hinzugekommen.

Die umfangreiche Sanierung dieses Gebäudes war laut dem WGM-Chef sowohl 2017, als auch dieses Jahr der größte Posten bei den Investitionen. Die Gesamtkosten für den Umbau, der in diesem Jahr abgeschlossen worden ist, liegen bei 758.000 Euro, sagte er. Darüber hinaus wurde auch in Penig und Wechselburg gebaut. Das Haus Nummer 5 an der Peniger Schloßstraße hat einen Aufzug erhalten, an der Reitzenhainer Straße ließ die WGM den Fußweg erneuern, und am Oetwiler Weg ist ein Hauseingang am Gebäude Nummer 1 neu gestaltet worden.

Insgesamt stehe der WGM im Jahr ein Budget von 500.000 Euro für Instandhaltung zur Verfügung. Bis zum Ende des dritten Quartals 2018 habe man bereits 450.000 Euro ausgegeben. Davon sei etwa die Hälfte in Wohnungen in Rochlitz geflossen. Zum einen baut die WGM Wohnungen altersgerecht um, zum anderen wird auch der Zuschnitt der Räume auf Wunsch geändert, wenn es baulich möglich ist. “Gerade die Wohnküche ist wieder im Kommen”, berichtete Lutz Ruhnow den Räten.

Neben der WGM vermietet auch die Wohnungsgenossenschaft in Rochlitz Wohnraum. Zum Bestand gehören laut der Vorstandsvorsitzenden Katja Pohl 814 Wohnungen. Der Leerstand betrage neun Prozent. Die Wohnungsgenossenschaft Penig gibt auf der Homepage an, 1027 Wohnungen im Bestand zu haben.

Mit Leerstand hat man nicht nur in ländlichen Regionen zu kämpfen, sondern auch in der Großstadt. Der Chemnitzer Großvermieter, die Grundstücks- und Gebäudewirtschaftsgesellschaft GGG, verzeichnete lange hohen Leerstand. Doch nach Jahren des Rückbaus und Abrisses, nach Investitionen in die Modernisierung des Bestandes sowie einer hohen Anzahl von Neuvermietungen in den zurückliegenden Jahren hat sich der Leerstand verringert. Derzeit sind etwa 2000 der rund 25.000 GGG-Wohnungen frei. “Als eines der wenigen ostdeutschen kommunalen Wohnungsunternehmen können wir seit 2011 jährlich mehr Wohnungen vermieten als frei werden”, so Geschäftsführerin Simone Kalew. (mit micm/fmu)

 


Wohnungen in drei Orten

Die Wohnungsgesellschaft Muldental hat 932 Wohnungen und verwaltet 450 Wohnungen, die anderen Eigentümern gehören.

In Rochlitz hat die WGM 507 Wohnungen, in Penig 315 und in Wechselburg 110.

An fünf Standorten in Rochlitz, verteilt über das Stadtgebiet, sind insgesamt 7 Wohnungen an Asylbewerber vermietet. Außerdem hat die WGM laut Geschäftsführer Lutz Ruhnow drei Wohnungen in Rochlitz und drei in Penig an den Landkreis gemeldet, damit dort Asylbewerber untergebracht werden können. Diese Wohnungen seien bislang von der Kreisbehörde aber nicht genutzt worden. (fpe)

 


Freie Presse / erschienen am 03.05.2018

Balkone am Haken
Ein imposantes Bild bot sich gestern an der Rochlitzer Burgstraße 2 bis 4. Am Haken eines 60-Tonnen-Autodrehkrans schwebten Balkone ein, die im Hinterbereich an die Fassade montiert wurden. Mit dem 40 Meter langen Ausleger wurden die Balkone – jeder einzelne wiegt etwa 2,2 Tonnen – über das Gebäude gehoben. Zuvor musste im hinteren Bereich der marode Anbau abgerissen werden. Dadurch konnte der notwendige Platz für diesen Balkonturm geschaffen werden. Die Wohnungsgesellschaft Muldental (WGM) saniert seit September vorigen Jahres dieses Wohn- und Geschäftshaus in der Rochlitzer Innenstadt. Die künftigen Mieter wurden aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnungen mit einbezogen. Rund 700.000 Euro lässt sich die WGM dieses Projekt kosten. Für Juni ist das Ende der Sanierung geplant.


Freie Presse / erschienen am 01.12.2017

Bevölkerungsrückgang: Mietwohnungen stehen leer
Umzüge von Mietern in Alters- und Pflegeheime lassen die Leerstandsquote bei der Wohnungsgesellschaft Muldental steigen. Investitionen in Barrierefreiheit sollen den Alltag älterer und auch junger Mieter erleichtern.
Von Franziska Pester

Rochlitz/Penig. Der Trend, dass die Gesellschaft altert, macht der Wohnungsgesellschaft Muldental (WGM) zu schaffen. Reichlich zwei Drittel aller Wohnungskündigungen in diesem Jahr erfolgten, weil Mieter aus gesundheitlichen Gründen in ein Alters- oder Pflegeheim umgezogen oder weil sie verstorben sind. Darüber informierte WGM-Geschäftsführer Lutz Ruhnow bei der Sitzung des Rochlitzer Stadtrates.
“Diese beiden Gründe machen rund 36 Prozent aller Wohnungskündigungen aus”, so Ruhnow. Hinzugekommen seien in diesem Jahr einige Auflösungen von Mietverträgen, weil die Mieter in andere Orte gezogen sind. Insgesamt liegt die Leerstandsquote bei der WGM, die Wohnungen, Garagen und Stellplätze in Rochlitz, Penig und Lunzenau vermietet, derzeit bei 16,1 Prozent. Das entspreche einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent, berichtet der Geschäftsführer.
Insgesamt vermietet die WGM 935 Wohnungen, die der Gesellschaft selbst gehören. Davon befinden sich 510 in Rochlitz, 315 in Penig und 110 in Wechselburg. 2016 besaß die WGM fünf Wohnungen mehr. Durch den Verkauf des Hauses Schulgasse 8 bis 10 in Rochlitz verringerte sich der Bestand. Hinzu kommen 450 Wohnungen, die sich im Besitz von Fremdeigentümern befinden, die die WGM aber verwaltet.
Die Anzahl dieser Wohnungen hat sich im Vergleich zu 2016 um 72 erhöht, denn die Gesellschaft kümmert sich nun um die Wohnblöcke Mühlenstraße 15 bis 23 in Rochlitz.
Mit verschiedenen Investitionen hat die WGM in den vergangenen Monaten versucht, dem demografischen Wandel zu begegnen. So wurden beispielsweise an fünf Eingängen zu Wohnhäusern an der Rudolf-Zimmermann-Straße in Rochlitz die Treppen, die zu den Hauseingangstüren führen, instand gesetzt. Parallel dazu hat die Gesellschaft wie Geschäftsführer Lutz Ruhnow berichtete, schräge Laufwege anlegen lassen, die ebenfalls zu den Türen führen. Sie können von Senioren mit Rollator genutzt werden, erleichtern aber auch Mietern, die beispielsweise ein Fahrrad oder einen Kinderwagen ins Haus transportieren wollen, den Alltag. “Das wird gut angenommen”, sagte Ruhnow.
Größtenteils problemlos ist laut dem WGM-Geschäftsführer das zu Ende gehende Jahr auch in den Häusern verlaufen, in denen Asylsuchende mit Bleiberecht leben. “Wir hatten unsere Hausordnung ins Arabische übersetzen lassen und diesen Mietern gegeben. Das war gut”, so Ruhnow. Anfang 2017 hätten neun Asylsuchende bei der WGM gelebt. Mittlerweile seien es noch sechs. “Die anderen sind in Richtung Großstadt gezogen”, sagt Ruhnow.
Neben der WGM vermietet in Rochlitz auch die Wohnungsgenosschenschaft Wohnraum. Angaben der Genossenschaft zufolge sind derzeit knapp 900 Wohnungen in Rochlitz im Bestand. Die Wohnungsgenossenschaft Penig gibt an, derzeit 1027 Wohnungen im Bestand zu haben.

Sanierungen in Rochlitz, Penig und Wechselburg
Wohnungen nach Mieterwunsch: In Rochlitz wird derzeit das Wohn- und Geschäftshaus Nummer 4 bis 6 an der Burgstraße saniert. Beim Ausbau der Wohnungen können die künftigen Mieter Wünsche mit einbringen, wie die Räume gestaltet werden sollen. Man versuche, diese so weit wie möglich zu berücksichtigen. An das Gebäude werden Balkone angebaut. Auf die Sanierung dieses Rochlitzer Gebäudes wird die WGM laut ihrem Geschäftsführer Ruhnow auch im kommenden Jahr das größte Augenmerk legen. Bis Juli kommenden Jahres soll die Sanierung komplett abgeschlossen sein. Wie WGM plant, dass die Mietverträge ab August 2018 beginnen können.
Balkone angebaut: An das Wohnhaus mit der Nummer 1 an der Schulstraße in Wechselburg hat die Wohnungsgesellschaft Muldental im vergangenen Jahr Balkone anbauen lassen.

Haus gedämmt: An der Reitzenhainer Straße Nummer 44 bis 50 in Penig erfolgte eine

Wärmedämmung. Außerdem ließ die WGM die Balkone sanieren.

Eine halbe Million: Die WGM verfügt laut Geschäftsführer Lutz Ruhnow über ein jährliches Budget in Höhe von 500.000 Euro für laufende Instandhaltungsarbeiten an den Objekten, die sich im eigenen Besitz befinden. (fpe)

 


Freie Presse / erschienen am 04.11.2017

Mauern bringen neuen Wohnungszuschnitt 

Die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses an der Burgstraße 4/6 in Rochlitz geht zügig voran, sagt Lutz Ruhnow (Mitte), Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Muldental (WGM). Der Rochlitzer Vermieter lässt das Objekt für geschätzte Kosten von 735.000 Euro renovieren, bis zu 257.000 Euro Fördermittel fließen. In den zwei oberen Etagen und im Dachgeschoss entstehen drei große Wohnungen, ins Erdgeschoss soll der Heimat- und Verkehrsverein mit Tourist-Information einziehen. Auch in dieser Woche stimmte sich Ruhnow ab, so mit Markus Wroblewski (l.) von der Geringswalder Firma Weiß & Dathe Hochbau, die Abbruch- und Maurerarbeiten tätigt, und Bauleiter Thomas Richter (r.) vom Chemnitzer Planungsbüro Petschow + Thiel. Seit Mitte September wurde bereits ein Nebengebäude auf der Hofseite abgerissen, das straßenseitige Dach neu gedeckt. Bis Monatsende soll dies durch die Dachdeckergenossenschaft Rochlitz auch hofseitig erfolgen. Derzeit werden Durchbrüche hergestellt, Wände für die Wohnungszuschnitte gemauert. In Kürze soll der Innenausbau starten, Anfang Dezember der Fenstereinbau. Geplant sind zudem Balkone an der Rückseite. Für Juli 2018 ist die Fertigstellung avisiert. (fmu)


Freie Presse / erschienen am 14.10.2017

Wildschweine pflügen Wäscheplatz um

erschienen am 13.10.2017

Wechselburg. Ihre Wäsche können die Mieter des Wohnblocks am Wechselburger Schlosspark trotz schönen Wetters an diesem Wochenende nicht raus hängen. Denn der Wäscheplatz vor dem Gebäude gleicht einem Feldacker. Wildschweine haben die Wiese unter den Wäschestangen in der Nacht zu Freitag zerstört. Annett Hofmann, Mitarbeiterin der Wohnungsgesellschaft Muldental, der der Wohnblock gehört, hat sich den Schaden am Freitag angeschaut. Der Wäscheplatz soll nun so schnell wie möglich wieder in Ordnung gebracht werden, versichert sie. Es sei das erste Mal, dass Wildschweine, die sonst nur im Schlosspark wühlen, sich so nah an die Wohnhäuser herangetraut haben (fpe)

Foto: Mario Hösel

Wildschweine haben die Wiese unter den Wäschestangen am Wechselburger Schlosspark in der Nacht zu Freitag zerstört.


Freie Presse / erschienen am 15.09.2017

Künftiger Farbtupfer auf dem Weg vom Markt zum Schloss

Leerstand und eine älter werdende Mieterschaft stellen die kommunale Wohnungsgesellschaft Muldental vor Herausforderungen. Doch deren Chef bleibt gelassen und verweist auf ein Vorzeigeprojekt in Nähe des Rochlitzer Marktes.

Von Uwe Lemke
erschienen am 15.09.2017

Rochlitz. Mit Holzverschlägen gesicherte Schaufenster, ein Bauzaun vorn, im hinteren Bereich Abrissarbeiten – die Wohnungsgesellschaft Muldental (WGM) macht nun ernst mit ihrem zweiten großen Sanierungsprojekt im Rochlitzer Marktbereich. Nach dem Gebäude am Clemens-Pfau-Platz 2 hat sich das kommunale Wohnungsunternehmen nun die Burgstraße 4/6 vorgenommen. Anfang dieser Woche haben die Arbeiten zur Sanierung dieses Wohn- und Geschäftshauses mit dem markanten Porphyrsockel eingangs der Burgstraße begonnen.
Hinter WGM-Geschäftsführer Lutz Ruhnow und seinen Mitarbeiten liegen spannende Wochen und nicht minder spannende Gespräche mit den künftigen Mietern. “Denn sie konnten ihre Wünsche zur Aufteilung der Räume äußern. Wir haben daraufhin die Raumstrukturen festgelegt. Und es wird auch noch weitere Gespräche geben”, sagt der Chef.

WGM-Mitarbeiterin Nicole Hofmann, Geschäftsführer Lutz Ruhnow und Schüler-Praktikantin Leonie Knebel (v. l.) im Wohn- und Geschäftshaus an der Rochlitzer Burgstraße 4/6, in dem die Sanierungsarbeiten begonnen haben. In den gekennzeichneten Bereichen werden Veränderungen der Wohnungszuschnitte vorgenommen. Foto: Mario Hoesel

Für jede der drei zwischen 80 und 90 Quadratmeter großen Wohnungen in den zwei Obergeschossen und dem Dachgeschoss sind die Mieter bereits gefunden. Der im Rathaus untergebrachte Heimat- und Verkehrsverein Rochlitzer Muldental mit seiner Tourist-Information gilt als Interessent für die Gewerbefläche im Erdgeschoss. Ruhnow würde sich freuen, wenn der Vertrag zustande käme. Denn aus seiner Sicht hätte der Tourismusverein dort ein ideales Domizil – direkt am Verbindungsweg zwischen Stadtzentrum und dem Rochlitzer Schloss. Und wenn die neue Vereins-Geschäftsstelle künftig verstärkt Touristen auf die Burgstraße locke, dann hätten seiner Meinung nach auch umliegende Händler Synergieeffekte.
Die genauen Zuschnitte der Wohnungen, die auch über einen Keller und einen Anteil am Boden verfügen, stehen jetzt fest. Zurzeit läuft im Inneren des Gebäudes die Herstellung der künftigen Grundrisse. Im hinteren Bereich hat der Abriss des maroden Anbaus begonnen. Dadurch wird Platz für Balkons, die als Balkonturm an die Wohnungen angebaut und somit für mehr Wohnqualität sorgen werden.
“Es sind jüngere Interessenten, die wir für die Wohnungen gefunden haben”, freut sich der Geschäftsführer nicht ohne Grund. Denn mittlerweile liege das Durchschnittsalter der Mieter oberhalb der 60. Zudem habe die WGM mit einem Wohnungsleerstand von etwa 15 Prozent zu kämpfen. Dass die künftigen Mieter aktiv in die Gestaltung ihrer Wohnungen einbezogen werden, stelle eine neue Qualität dar und soll dazu dienen, diese möglichst lange in ihren Wohnungen zu halten.
Rund 700.000 Euro lässt sich die WGM dieses Sanierungsvorhaben kosten, das über Eigenmittel, Fördermittel und einen Kredit finanziert werde. Laufe alles nach Plan, dann soll der sanierte Gebäudekomplex im Juni 2018 eingeweiht werden. Das sanierte Wohn- und Geschäftshaus an der Burgstraße werde dann den Wohnungsbestand der WGM auf besondere Weise ergänzen.
Die kommunale Wohnungsgesellschaft mit ihrem Hauptsitz in der Rochlitzer Poststraße hat aktuell 940 Wohnungen in ihrem Bestand, davon befinden sich 515 in Rochlitz, 315 in Penig und 110 in Wechselburg. Zudem verwaltet die WGM 14 Gewerbe- sowie 500 Nebeneinheiten wie Garagen und Stellplätze. Rund 450 weitere Wohnungen verwaltet die Gesellschaft für Dritte.

 


Freie Presse / erschienen am 12.04.2017

Fürs Haus werden noch Mieter gesucht

Die Wohnungsgesellschaft Muldental will ab Juli ein Gebäude an der Rochlitzer Burgstraße sanieren. Die Bewohner können ihr Domizil mitgestalten.

Rochlitz. Geht alles nach Plan, wird das derzeit noch trist erscheinende Gebäude an der Rochlitzer Burgstraße 4/6 ab Juli wieder zu einem Schmuckstück hergerichtet. Dazu informierte gestern Lutz Ruhnow, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Muldental (WGM), der die Immobilie gehört.

Wer sich für das Wohnen an dieser Adresse nahe des Rochlitzer Marktes interessiert, hat noch Gelegenheit, sich beim Großvermieter zu melden. “Wir würden uns freuen, wenn noch ein Interessent für die Wohnung im ersten Obergeschoss vorspricht”, so Ruhnow. Zum Gebäude zählen außerdem Wohnungen im zweiten Ober- und im Dachgeschoss sowie eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss.

Die Wohnungsgesellschaft wird rund 500.000 Euro in die Sanierung des Hauses investieren, somit ist es das aktuell größte Projekt der WGM. Sie erhält dafür Fördermittel aus dem Programm “Aktive Stadt- und Ortsteilzentren” (SOP) im Gebiet “Brauerei”. 158.000 Euro kommen zu je einem Drittel von Stadt, Land und Bund. Das Besondere an dem Vorhaben: Die Mieter können selbst bis ins Detail mitentscheiden, wie die Wohnung einmal aussehen soll, inklusive der Raumaufteilung. Die rund 90 Quadratmeter große Wohnung in der ersten Etage ist demnach als Vierraum- und auch als Dreiraumwohnung denkbar. Auch für ältere Mieter, die nicht mehr so viele Treppen steigen möchten, biete sich die Wohnung an.

“Wir sind jetzt in der Bauantragsphase. Im zweiten Quartal 2018 soll das Haus bezugsfertig sein”, sagt der 49-jährige Gesellschaftschef. Geplant ist neben der Sanierung unter anderem auch der Anbau von Balkonen im hinteren Bereich. Für das Erdgeschoss laufen Gespräche mit dem Heimat- und Verkehrsverein “Rochlitzer Muldental” samt Tourist-Info, die derzeit im Rathaus untergebracht sind, Verträge sind noch nicht unterschrieben, so Ruhnow.

940 Wohnungen hat die WGM im Bestand, davon 515 in Rochlitz, 315 in Penig und 110 in Wechselburg, dazu kommen 14 Gewerbeeinheiten sowie 500 Nebeneinheiten wie Garagen und Stellplätze. Rund 450 weitere Wohnungen verwaltet die Gesellschaft für Dritte.